Gestern besuchte ich den Verein “Só Ação” (Am besten übersetzt mit “packen wirs an”), der von Alana, einer Medizinstudentin gegründet wurde.
Der Verein besteht seit zwei Jahren und betreut inzwischen 40 Kinder aus den Slums von Paulista, ein Vorort von Recife. Es ist das alte traurige Lied von Kindern, deren Väter im Gefängnis sitzen und deren Mütter oft nicht da sind, weil sie ihren Körper verkaufen.


Leider ist der Weg, um Unterstützung von der Präfektur zu bekommen, steinig. Ich durfte dies am eigenen Leib erfahren, als die Präfektur vor etwa zwei Jahren ein Fest für die Slumbewohner versprach, mit Musik und allem drum und dran. Ich wartete zusammen mit ein paar hundert Menschen mehrere Stunden in der sengenden Sonne vergeblich auf das Eintreffen der Gemeindemitarbeiter. Wenigstens kauften wir dann Wasser um die Hitze zu ertragen.
Am Samstag werde ich “Só Ação” nochmals besuchen und dann die Kinder in Aktion sehen. Alana, die Gründerin, studiert mit den Kindern ein Theaterstück ein, welches dann an verschiedenen Orten aufgeführt werden soll. Ein grosser Traum wäre auch, für die Kinder Musikunterricht anbieten zu können. Ich habe jedenfalls meine Unterstützung angeboten. Wir werden sehen.



















