Promover Brasil

Kalenderprojekt zur Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Brasilien

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Kalender 2012

Titelbild – Botanischer Park, João Pessoa
Dieser “Sagui” (Weissbüschelaffe) ist ein echter Ureinwohner des Nordostens Brasiliens. Inzwischen findet man diese meist scheuen Tiere auch weiter südlich. Was allerdings diesen Kameraden veranlasst hat, mich so lange und so nahe an sich heran zu lassen, kann ich nur vermuten: Vielleicht hat er mich wegen meiner grauen Haare als Artgenossen erkannt?

Januar – Rio Jaboatão, Candeias, südlich Recife

Flussmündung des Rio Jaboatão. Bei Ebbe kann man zu Fuss auf die andere Seite zur “Ilha do Amor” (Insel der Liebe) gelangen. Es sei der Fantasie des Lesers überlassen, sich vorzustellen, wie die Insel zu ihrem Namen gekommen ist.

Februar – Wochenmarkt in Carruaru, Pernambuco
Diese Jugendlichen spielen einen bei uns weniger bekannten Brasilianischen Musikstil: den Forró (Der Begriff  ist Wahrscheinlich aus dem englischen “for all” entstanden).
Die meist schnellen Rhythmen dieser polkaähnlichen fröhlichen Musik lassen kaum jemanden unberührt. Hauptinstrument ist meist die Harmonika aber im Landesinnern spielt man den Forró auch auf der Flöte.

März – Serra Branca, Paraiba
Im Januar hatte ich die Gelegenheit, das Landesinnere von Praiba zu besuchen. In Serra Branca, wo ich zu Gast war, kann es vorkommen, dass es drei Jahre nicht richtig regnet. Deshalb werden grosse Anstrengungen unternommen, genügend Wasserreseven zu bilden. In Begleitung eines Vermessungs-Ingenieurs konnte ich Einblick in die Planung eines riesigen Reservoirs bekommen und wir besuchten auch ein bestehendes Reservoir.
Auf den schlechten und schmalen Wegen kommt man am besten zu Fuss, mit dem Motorrad oder eben mit Hilfe eines Vierbeiners vorwärts.

April – Betos Bar, Recife
Ein Ritual, welches man täglich beobachten kann: Wischen mit dem Reisigbesen. Einen Staubsauger habe ich in den bald zwölf Jahren Brasilienreisen nie gesehen.
Nachdem Capoeirameister Ruy und ich im strömenden Regen mit dem Motorrad Baumaterial für seine Capoeira-Schule eingekauft hatten, gönnten wir uns hier “uma loira gelada” (Kaltes helles Bier, oder wörtlich “ein kühles Blondes!”).
Passend dazu kam dann auch die Sonne wieder zum Vorschein.

Mai – Praia do Cotovelo, Natal, Rio Grande do Norte

An dem Ort wo ich stehe, ist ein beliebter Aussichtspunkt, um Delfine zu beobachten. Als ich Fotos machte, war eine Gruppe Delfine mit ihren Jungen ziemlich nahe am Ufer zu beobachten.
Ich hätte ein Königreich für ein Teleobjektiv getauscht!

Juni – Rio Jaboatão, Candeias, südlich Recife

Das Bild habe ich ein paar hundert Meter weiter flussaufwärts als das Januarbild aufgenommen. Zwischen den Aufnahmen liegen fünf Jahre und drei Kamera-Generationen.
Jedes Jahr kommt es von der Flussmündung an Nordwärts zu Haiunfällen, da sich unverbesserliche trotz Warnschilder zu weit ins Wasser wagen.
Vom Strand aus habe ich vor einigen Jahren selber schon Haie gesehen und fotografiert. Ich konnte es kaum glauben, dass es trotzdem Leute gab, die sich ins Wasser begaben.

Juli – Ilha de Itamaracá
Die Insel Itamaracá liegt etwa 40km nördlich von Recife und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Ein bekanntes Wahrzeichen ist das 1631 von Holländern erbaute “Fort Orange”.
In der Nähe befindet sich auch eine Aufzucht-Station der vom aussterben bedrohten Seekühe.
An diesem Tag war ich unterwegs mit Christine van Bronckhorst, einer Gemeindemitarbeiterin welche soziale Projekte organisiert und koordiniert.

August – Nossa Senhora da Conceição, Recife

In der sengenden Hitze warteten etwa zweihundert Favela-Bewohner auf den Bürgermeister, weil er ihnen ein Fest versprochen hatte.
Nach einer Ewigkeit tauchte endlich ein Lastwagen mit einer Musikanlage auf.
Im Schatten unter einem Dach warteten wir etwa zwei Stunden bis sich die Menschenansammlung enttäuscht auflöste. Der Bürgermeister aber ward nimmer gesehen.

September – “Jardim Piedade”, Recife

Pilot, Copilot und Passagiere, Brasilian Style. Dem Fahrer müssen die Kinder sehr am Herzen liegen, denn im Gegensatz zu diesem Fahrrad haben die meisten gar keine oder nur eine Bremse.
Als ich das Foto einem befreundeten Brasilianer zeigte, lachte er erstaunt und sagte: “Das ist doch der Onkel eines meiner Söhne”! Die Chancen stehen nun gut, dass ich die Familie bei meiner nächsten Reise besuchen kann, um mich für das Foto zu bedanken.

Oktober – Serra Branca, Paraiba

In der kargen Landschaft der Serra Branca ist der steinige fast weisse Hügel “Serra do Jatobá” von weitem sichtbar. Leider verhinderte eine herannahende Regenfront die Besteigung.
Der “Serra do Jatobá” ist der grösste Bhatolith Südamerikas.

November – Olinda, Pernambuco

Dieses Mädchen war Zuschauerin bei einer der Lebensmittelverteilungen von Agua Viva

Dezember – João Pessoa, Paraiba

Beim Mitagessen in der Kindertagesstätte “João Tota”. Da für die etwa hundert Kinder nicht genügend Tische und Stühle vorhanden sind, müssen die Kinder in zwei Etappen essen. Es ist erstaunlich, wie geordnet das funktioniert.  In anderen Kindertagesstädten erspart man sich gerne diesen Aufwand und nimmt Kinder nur Halbtags auf.








2 Antworten zu “Kalender 2012”

  1. Ricardo Diniz, amigo do bob esponja patrik sagte

    estamos com muita saudades de vc seu esponja
    olha,vamos combinar para a orquestra tocar no seu ouvido aí na suiça?

    levaremo pelo menos um quarteto

    te esperamos para vc continuar levando sol aqui no brasil

    obrigado pelas fotos no site ficoaram ótimas

  2. Oi Patrick… te conheci em brislach na feira dos aviaozinhos.gostei da sua ideia e vamos manter contactos.
    e o pernetinha consegui vender… abraços. Rodrigo

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