Als Ergänzung zum April-Blatt des Kalenders:
Beto’s Bar 31.12.2007. Capoeira Meister Ruy und ich waren mit dem Motorrad unterwegs, als uns ein heftiger Regenschauer erwischte. Um danach den Trockungsprozess zu erleichtern, genehmigten wir uns eine “loira gelada” an Beto’s Bar!
The missing a!
Geschrieben von Patrick Bucher - 05/04/2012
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Das reiche Land!
Geschrieben von Patrick Bucher - 16/03/2012
Brasilien hätte eigentlich alle Voraussetzungen, um das reichste Land der Welt zu sein. In Realität aber ist in kaum einem anderen Land so viel Reichtum auf so wenige verteilt.
Letzte Woche war ich an der Computermesse Cebit in Deutschland. Brasilien war dieses Jahr das Partnerland.
An einem der Zahlreichen Brasilien-Stände fiel mir ein Logo auf, welches ich vorher noch nicht gesehen hatte.
Erstaunt rieb ich mir die Augen, als ich las was da unter dem Schriftzug “Brasil” stand:
”País rico é País sem pobreza”, Ein Reiches Land ist ein Land ohne Armut.

Ich fragte mich, nehmen die jetzt Drogen da in Brasilia???
Als ich später Tante Google zum Thema befragte, war die Liste der Kommentare gross und es befanden sich sogar positive darunter.
Ich kam zum Schluss, dass man einfach nicht genug Platz hatte, um es besser zu erklären:
Brasilien, ein Reiches Land ohne Armut, ohne Politiker, die sich die Taschen füllen,
ohne Strassen voller Löcher, ohne Kinderarbeit, ohne Drogenhandel und Drogenkriege,
mit einem vernünftigen Bildungssystem, mit einem funktionierenden Gesundheitssystem,
ohne Arbeitslosigkeit, ohne Slums……..
Träumt weiter ihr Politiker, träumt weiter!
Ehrlicher war da schon der vorherige Slogan: “Brasilien – ein Land aller”
(Brasil, um País de todos)

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G-Dur, Sonne und Schnee
Geschrieben von Patrick Bucher - 07/02/2012
Als Anerkennung für die Unterstützung durch Promover erhielt ich ein offizielles T-Shirt des Sinfonieorchesters “Sol Maior” geschenkt. Mehr oder weniger zum Spass sagte Ricardo bei der Überreichung: “Du musst dann aber nach Deiner Rückkehr in deine Heimat mit dem T-Shirt ein Foto im Schnee machen. Wir haben ja alle noch nie richtigen Schnee gesehen.”
Am letzten Sonntag habe ich dann den Wunsch von Ricardo erfüllt. Ich bin nur froh, dass er nicht gesagt hatte, in Badehosen und T-Shirt
Em reconhecimento ao apoio da Promover, recebi de presente uma camiseta oficial da orquestra “Sol Maior”. Mais ou menos para se divertir, Ricardo disse na apresentação: “Mas depois do seu retorno à sua casa, voce precisa tirar uma foto com a camiseta na neve. Nós nunca vimos neve de verdade .”
No domingo passado, realisei o desejo do Ricardo. Estou feliz que ele não tinha dito de bermuda e camiseta
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Mischen Possible
Geschrieben von Patrick Bucher - 06/02/2012
Nachdem ich nun das Sinfonieorchesters „Sol Maior“ einige Male bei ihren Konzerten begleiten durfte, konnte mich selber davon überzeugen, mit welcher Hingabe die Musiker und Musikerinnen(innen) ihren Teil zum Orchester beitragen. Einige von ihnen nehmen sogar jedes Mal eine Anreise von ein bis zwei Stunden auf sich, selbst für die Proben.
Während eines Gesprächs mit dem Orchesterleiter Ricardo Diniz hörte ich heraus, dass das Orchester gerne eine eigene Musikanlage hätte, weil man diese immer für viel Geld mieten müsse. Ich entschloss mich deshalb, zusammen mit Ricardo ins Zentrum von Recife zu fahren, um mich über die verschiedenen Angebote zu informierten. Nach einigem hin und her einigten wir uns schliesslich darauf, dass Promover die Kosten für ein 24-Kanal Mischpult übernimmt. Den Kauf der dazu passenden Aktivboxen musste ich leider aus Kostengründen aufschieben. Aber wer weiss, vielleicht findet sich ja bald ein anderer Spender. Da wir einige Musikgeschäfte besuchten, erfüllte ich mir selber ein schon lange gehegten Wunsch: Ich kaufte mir ein Cavaquinho.
Das Cavaquinho hat vier Saiten und sieht ähnlich aus wie eine Ukulele. Es wird oft beim Samba als Harmonieinstrument eingesetzt.
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Alternativtransport!
Geschrieben von Patrick Bucher - 31/01/2012
Transportierst Du noch oder schläfst Du schon?!?



(IKEA = “Ich Krieg Einen Anfall” passt hier perfekt!)
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Armut ist wenn…
Geschrieben von Patrick Bucher - 31/01/2012
Ich sitze an der Theke eines der vielen Kioske am Strand von Boa Viagem und gönne mir ein “Açaí na tigela”.
Plötzlich taucht ein junges Pärchen neben mir auf. Beide sind auffallend mager.
Sie fragt den Kioskmitarbeiter was es zu essen gibt. Er: Hamburger oder Coxinha.
Sie: Ist der Hamburger gross? Was kostet er? Er: 5 Reais (etwa Fr. 2.50)
Sie: und das Coxinha? Er: 3 Reais
Danach schweigen. Beide stehen eine Weile neben mir und sagen nichts.
Schliesslich halte ich diese Stille nicht mehr aus. Ich schaue ihn an und frage: Hast Du kein Geld? Er verlegen: Nein
Ich gebe ihm das Geld für den Hamburger. Er schaut mich dankbar an und bestellt den Hamburger.
Als die beiden gehen klopft er mir leicht auf die Schulter und sagt leise: Danke!
Jetzt müsste ich mich doch gut fühlen, oder?
Die tägliche Präsenz der zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit hier im Nordosten von Brasilien
lässt einem am Ende keine Wahl, entweder sie zu Verdrängen oder zurück in die rosafarbene Schweiz zu flüchten.



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Fundação Perrone
Geschrieben von Patrick Bucher - 30/01/2012
Während meiner letzten Brasilienreise besuchte ich wieder mehrmals die vom italienischen Pfarrer Don Michele gegründete Stiftung für behinderte Kinder.
Als Highlight wurde Ende Dezember 2011 ein Fest für die über hundert betreuten Kinder und ihre Familien organisiert. Auch das Sinfonieorchester “Sol Maior” war eingeladen und spielte für die Kinder.
Da die meisten Spendengelder aus Italien kommen, hat die Stiftung im Moment leider sehr unter der Finanzkrise in Europa zu leiden. Der Spendenbeitrag von Promover ist deshalb umso willkommener.
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Kinderkrippe “Tia Sandra”
Geschrieben von Patrick Bucher - 20/01/2012
Vor einigen Tagen besuchte ich die Kinderkrippe von Tia Sandra (Tante Sandra) in Igarassu. Sandra hatte ihre Kinderkrippe vor zwölf Jahren gegründet. Wegen finanziellen Problemen dachte Sandra vor sechs Jahren an die Schliessung der Kinderkrippe. Sie betreute damals etwa zwanzig Kinder. Durch Zufall hörte Hans Haller von der Hans Haller Stiftung von den Problemen. Dank Spendengeldern, auch von Promover, konnten bauliche Verbesserungen und Erweiterungen vorgenommen werden, sodass die Kinderkrippe heute sechzig Kinder betreuen kann. Die Kinder erhalten zwei Mahlzeiten und drei Zwischenverpflegungen pro Tag. Ich war sehr erfreut zu sehen, wie sauber und gut organisiert alles ist.




Hans Haller hat zusätzlich das Projekt „Glückliche Jugend„ lanciert. Für Verstossene oder Waisenkinder werden Leihmütter gesucht, die gegen finanzielle Unterstützung solche Kinder aufnehmen. Ich besuchte Josefa Feliciano, welche neben ihren eigenen drei Kindern drei weitere Kinder aufgenommen hat.
Während meines Besuchs erzählte mir Sandra, dass sie für dieses Jahr noch fast keine Spenden erhalten habe und nicht wisse, wie sie über die Runden kommen solle. Spontan entschloss ich mich, mit Sandra Essensvorräte einkaufen zu gehen. Wir kauften 20kg Rindfleisch, 10kg Poulet, 30kg Zucker und vieles mehr. Das ganze kostete umgerechnet etwa Fr. 500.- und soll gemäss Sandra für etwa einen Monat reichen. Derselbe Einkauf würde bei uns etwa das Drei- bis Vierfache kosten.
Nicht genug danken kann ich einmal mehr den vielen grosszügigen Spendern, dank derer ich hier in Brasilien einmal mehr einen ausserordentlichen und emotionalen Tag erleben durfte.




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Letzter Wille
Geschrieben von Patrick Bucher - 13/01/2012
Eine sehr betagte Frau sucht ihren Anwalt auf, um ihr Testament vorzubereiten. Sie sagt zu ihm:
” Ich habe zwei letzte Wünsche. Erstens möchte ich kremiert werden. Und zweitens möchte ich, dass meine Asche
im Shopping Center verstreut wird.”
“Im Shopping Center?” fragt der Anwalt erstaunt.
“Ja, so habe ich wenigstens die Gewissheit, dass mich meine Töchter zwei mal pro Woche besuchen!”
Último desejo
Uma mulher muito idosa prepara seu testamento. Ela diz ao advogado:
- Eu tenho dois pedidos finais. Primeiro, eu quero ser cremada. Segundo, quero que as minhas
cinzas sejam espalhadas pelo shopping center.
- No shopping center?! – assusta-se o advogado. – Por que?
- Assim, terei certeza que minhas filhas vão me visitar duas vezes por semana!
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Abenteuer Fahrrad
Geschrieben von Patrick Bucher - 08/01/2012
Als ich gegenüber einem Freund erwähnte, dass ich ein Fahrrad kaufen wolle, sagte zu mir: „Ich kann Dir meines ausleihen. Es ist sehr gut.“
Als ich es am nächsten Tag abholen ging, sah die Realität dann doch etwas anders aus. Es hatte keine funktionierenden Bremsen, die Räder eierten und viele Schrauben waren lose. Öl und Fett hatte es seit der Herstellung offenbar auch nicht mehr gesehen. Ich liess mir nichts anmerken und machte mich auf den zum Glück kurzen Heimweg.
Am nächsten Tag stand als erstes die Instandstellung des Bikes auf dem Plan. Voller Optimismus suchte ich eine Werkstatt in der Nähe auf. Ich kaufte die fehlenden Bremsklötze und Schrauben für 3 Reais (umgerechnet ca. Fr. 1.50). Für die Montage verwies mich die Verkäuferin an einen der Mechaniker im Nebenraum. Dort schraubten mehrere Mitarbeiter am Boden sitzend ziemlich lustlos an verschiedenen Fahrradleichen herum. Die Bremsklötze waren bald montiert, aber als ich den Mechaniker bat, die Inbusschrauben der Federung anzuziehen, schüttelte er den Kopf und murmelte, er habe das passende Werkzeug nicht. Wie sich herausstellte, musste ich für die Arbeit nichts bezahlen, sie ist im Kaufpreis inbegriffen. Die Lustlosigkeit der Mitarbeiter war somit erklärt.
Als nächstes besorgte ich mir passendes Werkzeug, einen Öl Spray und vor allem ein funktionierendes Schloss. Nach meinen Wartungsarbeiten war nun der Bremsweg halbwegs zufriedenstellend. Für eine Notbremsung würde es allerdings nicht reichen, wie sich später herausstellte.
Ich wagte mich schliesslich trotz allem auf die am Meer entlang führende Hauptstrasse, wo es nach einigen Kilometern einen Fahrradweg gibt. Als Fahrradfahrer ist man für motorisierte Verkehrsteilnehmer allerdings nur störendes Treibgut, welches man mehr oder weniger geschickt umfährt oder im schlimmsten Fall überfährt. Deshalb ist es aus Sicherheitsgründen besser, man fährt auf der linken Seite oder noch besser in Gegenrichtung. Man vermeidet so, dauernd von haltenden Bussen, Autos etc. ausgebremst zu werden.
Auf dem Rückweg versuchte ich es dann auf dem letzten Stück doch auf der rechten Seite. Ein mich überholender Bus zog plötzlich vor mir nach rechts an den Strassenrand und bremste brutal, weil eine Passantin Handzeichen zum Halten gab. Unter Zuhilfenahme der Schuhsohlen konnte ich knapp eine Kollision vermeiden. Ich überholte den Bus nun meinerseits und verpasste es nicht, dem Fahrer meine Meinung über seine Fahrkünste kundzutun.
Den Rest der Strecke legte ich dann auf einer Nebenstrasse zurück und erreichte nach etwa zwanzig Kilometern doch überraschenderweise lebend und ohne technischen Ausfall den Ausgangsort.



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